Zeit urbar machen.

Wenn ich nachts am Schreibtisch sitze, Lichtenberg mir gegenüber – oder, wenn er gut gelaunt ist, an meiner Seite – und wir uns in Diskussionen verstricken, Ideen nebeneinander legen oder virtuelle Welten entstehen lassen, setzen sich einige Gedanken durch und manifestieren sich in Halbsätzen, Sätzen oder Absätzen. Manche sammeln sich weiter und verbünden sich – mit uns oder gegen uns – und werden zu ganzen Texten.

Texte

Kommunikation statt Prostitution, Erasmus statt Luther, Regenbogen statt Paradies

Drei konkrete, ungewohnte, vielleicht für mich typisch zugespitzte Fragen und meine Antworten zum Nachdenken Vorbemerkung: die folgende Erörterung kann zur Gesprächseröffnung mit Zeitgenossinnen und Zeitgenossen an Ende des Anthropozän von Nutzen sein: über die Frage oder das Problem, was ein „aufgeklärter“ Mensch sei, und was es bedeutet, im Sinne der Europäischen Aufklärung, „mündig“ zu sein …

Geistesgegenwart ist das Gebot der Stunde

Als aufgeklärter Mensch erwarte ich Geistesgegenwart des menschlichen Bewusstseins in der Endzeit des Anthropozän. Daher fordere ich grundsätzlich für alles Lösen von Problemen in Wissenschaft und Gesellschaft weltweit Realismus statt Dogmatik oder Verängstigung. Diese Verhaltensweisen im Denken und Handeln des homo sapiens rechtfertigen sich durch Weltanschauungen ideologischer Art: religiöse Glaubenssysteme, den Atheismus (als Weltanschauung), den …

Aufklärende Erinnerung an den messianischen Ursprung des Christentums: Erlösung denken

Diese Überschrift enthält eine sprachliche Verdoppelung: dem hebräischen messias entspricht das griechische Wort: christos. Das messianische Denken und die Erwartung des Messias entstammen der Prophetentradition der jüdischen Bibel, gemeinsame Quelle des heutigen Judentums und Christentums. Schon über zweihundert Jahre vor der (sog.) Zeitenwende gab es – verstreut im Römischen Reich – jüdische Gemeinden, die auf …